Hospiz - Mitten im Leben

Viele Menschen wünschen sich Begleitung und Hilfe, wenn sie sich dem Sterben und damit der Endlichkeit des Lebens stellen müssen.

In unserer Gesellschaft ist die Natürlichkeit des Todes als der Abschluss des Lebens lange Zeit tabuisiert worden, wodurch viele diesem angstvoll begegnen.

 

 

„Hospiz ist kein Ort, in dem wir uns einrichten, sondern eine Haltung, mit der wir uns begegnen.“ Cicely Saunders

 


  • Hospizpaten

    Die Hospizpaten sind Personen des öffentlichen Lebens, Vertreter aus der Wirtschaft oder auch Privatpersonen, die unsere Arbeit auf unterschiedliche Weise unterstützen.
    unsere Hospizpaten »

  • Öffentlichkeitsarbeit

    Um die Hospizarbeit fest im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu etablieren, wurde das Projekt Kunst im Leben initiiert. Damit geben wir Menschen die Möglichkeit, einander zu begegnen, um Neues entstehen zu lassen.

    schauen Sie selbst »

  • DRK KV Mecklenburgische Seenplatte

    Der DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. wurde aus den beiden Kreisverbänden Müritz und Mecklenburg-Strelitz gegründet. Er ist der drittgrößte Kreisverband in Mecklenburg-Vorpommern.
    das DRK MSP »


Das Hospiz in Neustrelitz

Übers Sterben spricht niemand gern. Doch Yvonne Neumann und Yvonne Bendrich machen dies aus Berufung. Sie arbeiten im Neustrelitzer Hospiz und werben für die Sache. "Zehn Prozent der anfallenden Kosten müssen wir selbst finanzieren", macht Pflegedienstleiterin Yvonne Neumann die Schwierigkeiten deutlich. Sie hat eine Einladung von Neustrelitz' Bürgermeister Andreas Grund angenommen und vermittelt ihr Anliegen dem Sozialausschuss der Stadt. Rund 70 000 Euro benötigt das Hospiz im Jahr, um ihren Anteil an der Finanzierung der Herberge zu leisten. Geld, das zumeist aus Spenden fließen muss. Ein schweres Unterfangen in der Region, machen die beiden Frauen deutlich.
15 Mitarbeiter und fünf ehrenamtliche Helfer sorgen in der Einrichtung dafür, dass sterbenskranke Menschen ihre letzten Tage, Wochen oder manchmal auch bis zu einem Jahr in Würde in Neustrelitz verbringen können. Für die Bewohner ist dies kostenlos. Finanziert wird das Hospiz hauptsächlich durch die Krankenkassen und Pflegekassen. 600 000 bis 700 000 Euro Gesamtkosten fallen pro Jahr an. Allerdings ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Träger der Einrichtung dazu verpflichtet, zehn Prozent der anfallenden Kosten selbst zu finanzieren. Und genau da steckt die Schwierigkeit. Gerade weil niemand gern über den Tod spricht, ist es nicht leicht, Spendengelder einzufordern, machen die beiden Frauen deutlich. Damit allein sei zudem noch kein Luxus in dem Haus gleich hinterm Krankenhaus möglich. Nur um die  Zimmer zu malern, sei das Hospiz auf Hilfe angewiesen. "Malerfirmen haben uns die Renovierung von drei Zimmern spendiert", betont Sozialarbeiterin Yvonne Bendrich. Doch weitere sieben Zimmer haben noch immer einen braunen Teppich und weiße Tapeten. "Alles was bei uns ein bisschen nach Luxus aussieht, ist nur durch Spenden möglich geworden", verdeutlichen sie die Situation. Das fange bei der Hollywoodschaukel auf der Terrasse an und höre bei den Tapeten immer noch nicht auf.
Doch die Finanzen sind nicht das Problem allein. Auch Unterstützung ist immer wieder gefragt. Derzeit arbeiten Krankenschwestern, Altenpfleger und Helfer und ein Auszubildender in der Einrichtung. Fünf ehrenamtliche Helfer gibt es, wissen die Frauen zu schätzen. "Wir könnten noch mal so viele gebrauchen."
Dabei wird im Neustrelitzer Hospiz für die Bewohner alles möglich gemacht, was irgendwie geht. Pflege und Betreuung für die Sterbenden sind rund um die Uhr abgesichert. Tiere dürfen mit ins Haus. Von Hund bis Papagei ist schon alles vertreten gewesen. Gäste dürfen zu jeder Zeit kommen. In jedem Zimmer gibt es zudem ein Gästebett. Doch den Mitarbeitern gehen nun langsam die Ideen aus, um an Spendengelder zu kommen. Deshalb senden sie einen Hilferuf an die Mitglieder des Sozialausschusses, für die Sache zu werben, aber auch an Unternehmen in der Region, das Vorhaben nach ihren Möglichkeiten finanziell zu unterstützen. Die Stadt selbst hat keine Möglichkeiten der Förderung. Doch die Mitglieder des Sozialausschuss waren sich einig, dass für die Sache geworben werden muss. 100 bis 115 Bewohner im Jahr verbringen ihre letzten Tage im Neustrelitzer Hospiz. Dabei handelt es sich ausschließlich um sterbenskranke Menschen, die keine Aussicht auf Heilung haben, aber ein Recht, in Würde zu sterben.

Ein Artikel aus dem Nordkurier -Anett Seidel- vom 10.06.2016

Ein weiterer Beitrag ist hier

Helfen Sie uns Helfen

  • Spendenkonto

  • Sparkasse Mecklenburg Strelitz
    IBAN DE30 150517320030003348
    BIC   NOLADE21MST
    Blz: 15051732
    Stichwort: stationäres Hospiz

  • „Wenn eine Spendenquittung gewünscht wird, geben Sie bitte im Verwendungszweck der Überweisung Ihre Anschrift mit an.“