Harald Terpe besucht Luisendomizil

  • „Mit der Eröffnung des stationären Hospizes in Neustrelitz vor fast fünf Jahren haben wir den Zahn der Zeit getroffen“, ist sich Ronny Stier, stellvertretender Geschäftsführer beim DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte, sicher. Dies bekräftigten auch Sascha Zwerg als Heimleiter im Luisendomizil und Yvonne Neumann als Pflegedienstleiterin im Hospiz. Gemeinsam empfingen die drei Rotkreuzler Harald Terpe. Das Mitglied im Deutschen Bundestag und gleichzeitig Obmann für Gesundheit hatte um einen Besichtigungstermin mit Gesprächsrunde im Neustrelitzer Pflegezentrum gebeten, um sich ein Bild von den Leistungen sowie den Sorgen und Nöten im Pflegeheim und im stationären Hospiz zu machen.

     

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Grünen-Politiker informiert sich über Pflege

„Diesem Wunsch haben wir sehr gerne entsprochen“, begrüßte Sascha Zwerg den Grünen-Politiker. Gleich während der Führung durch das Pflegezentrum fiel dem Bundestagsmitglied auf: „Hier ist es sehr bunt, lebhaft und wohnlich.“

„Das ist auch so gewollt, den das Luisendomizil ist als Pflegeheim der vierten Generation entwickelt konzipiert worden“, erklärte Heimleiter Sascha Zwerg. Mehrere einzelne Wohnbereiche mit Ein- und Zweibettzimmern und gemeinschaftlichen Wohn- und Aufenthaltsräumen sowie jeweils eigener Küche bilden das moderne Pflegeheim. „In den Wohnbereichsküchen besteht für die Bewohner die Möglichkeit, einen Kuchen zu backen oder Speisen zuzubereiten. Die Gesamtversorgung wird sonst durch die eigenen Küche gewährleistet“, so Zwerg. Im Bereich des Pflegeheims sind 65 Prozent der Mitarbeiter Pflegefachkräfte. „Gefordert sind lediglich die Hälfte. Zudem sind sieben Mitarbeiter im Sozialdienst beschäftigt, die für die Betreuung der Senioren verantwortlich sind“, erläuterte Sascha Zwerg. „Wir haben hier wieder einzelne Fachbereiche organisiert, so dass sich jeder auf seine wesentlichen Aufgaben konzentrieren kann“, ergänzte Ronny Stier, der unterdes Mitarbeiter des „Sauber-Teams“ begrüßte. „Das ist unsere betriebsinterne Reinigungsfirma, die sich um die Reinigung der Gebäude und Zimmer kümmert“, so der stellvertretende Geschäftsführer. Begeistert vom Konzept des Pflegezentrums führte der Rundgang von Harald Terpe schließlich in das stationäre Hospiz. Hier übernahm Yvonne Neumann die Führung. „Wir tragen bewusst keine einheitliche Dienstkleidung, denn wir leben hier in einer großen Familie“, erklärte die Pflegedienstleiterin ihr ziviles Outfit. Ebenfalls bürgerlich sind die Zimmer im wohnlichen Stil eingerichtet. Dies konnte der Politiker auch live in einem Gästezimmer sehen, denn der Bewohner lud Harald Terpe ein, seine vier Wände kennenzulernen. Im Raum der Stille, der sich in bunten Farben präsentiert, fand die Führung schließlich ihr Ende. Die Zeit für intensive Gespräche wurde aber lediglich in die zweite Runde geläutet. „In unseren Pflegeeinrichtungen schöpfen wir alle verfügbaren Ressourcen aus, die uns zur Verfügung stehen“, so Ronny Stier und zählte unteranderem die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, das spezialisierte ambulante Palliativteam sowie den Hospizdienst auf.

„Hier im Hospiz sind wir in der glücklichen Lage, einen sehr guten Personalschlüssel zu haben“, begründete Yvonne Neumann die individuelle Betreuung im Hospiz. So kann gezielt auf Wünsche einzelner Bewohner eingegangen werden. „Doch nicht nur im Hospiz sterben die Menschen. Sicherlich ist die Wahrscheinlichkeit höher als in einem Pflegeheim, dennoch sollte die Politik umdenken und die Konzepte der Pflege überarbeiten“, forderte Ronny Stier. So sollte beispielsweise schon das Ansehen des Berufsbildes einer „Pflegefachkraft“ in der Öffentlichkeit angehoben werden. „Möglich wäre eine generalisierte Ausbildung mit anschließender Spezialisierung“, so Stier. Als Standard sollten in den Pflegeheimen generell Mitarbeiter des Palliative Care als Ansprechpartner eingesetzt werden, um Bewohner in der letzten Lebensphase mit der nötigen Zeit eingehend zu betreuen und zu versorgen. In Sachen Zeiteffizienz konnten die Mitarbeiter im Luisendomzil jetzt die Früchte einer Umstellung und Ausbildung in der Dokumentation ernten. „Durch die Umstellung konnten wir im gesamten Pflegeheim eine tägliche Zeiteinsparung von zwölf Stunden verbuchen. Diese Zeit kommt unseren Bewohnern jetzt Tag für Tag zugute“, freute sich Sascha Zwerg über den einsetzenden Erfolg der Innovation. Mit jede Mengen Eindrücken über die Nutzung von Synergien und Anregungen zur Verbesserung des Pflegesystems verließ Harald Terpe das Neustrelitzer Luisendomizil und dankte für den aufschlussreichen Vormittag.

 

19.01.2016

Pressearchiv Neustrelitzer Hospiz