Bekannte Kindermärchen etwas „kinderfreundlicher"



  • Seniorin aus der Neustrelitzer Semmelweiß-Straße schreibt Klassiker der Gebrüder Grimm um und präsentierte diese in unserem Hospiz. Neben den Hospizgästen kamen auch Mädchen und Jungen der evangelischen Grundschule in den Genuss der Vorlesung und konnten zudem handgefertigte Puppen bestaunen.

     

  • Grimmsche Kindermärchen
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Kindermärchen begeistern Jung und Alt

Die Grimmschen Kindermärchen mal etwas „kinderfreundlicher“ zu verfassen, hat sich Ursula Meyer auf die Fahnen des Seniorenalters geschrieben. „Zwischen den Zeilen ist es doch etwas hart geschrieben“, so die Neustrelitzerin über das originale Schneewittchen. Der König sucht nicht nach seiner verschwundenen Tochter, die siebenjährige Königstochter hätte niemals die, von den Zwergen aufgetragenen Hausarbeiten schaffen können und die unmenschliche Todesstrafe für das Vergehen der bösen Stiefmutter sind nur einige Missstände, bei denen die 81Jährige nicht mitgehen kann. „Also habe ich die Märchen kurzerhand umgeschrieben“, erklärte die pensionierte Deutschlehrerin, die jetzt in einer Seniorenwohnanlage des Roten Kreuzes lebt. Auch in der Version von Ursula Meyer ist Schneewittchen wunderschön und gelangt zu den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen. Doch hier beschränkt sich die böse Königin auf verächtliche Streiche, um die kleine Schönheit zu vertreiben. Wie das Märchen ausgeht, konnten am Dienstag die Bewohner des Neustrelitzer Hospizes und Kinder der evangelischen Grundschule erleben. Doch nicht nur ihre Version des Märchenklassikers, sondern auch zahlreiche Handpuppe brachte Ursula Meyer mit in das Neustrelitzer Luisendomizil. „Die habe ich alle selber gefertigt“, schwärmte die Neustrelitzerin von ihrem Hobby. Über 200 kleine Puppen sind so über die Jahre entstanden. „Seitdem ich in der betreuten Wohnanlage in der Semmelweiß-Straße lebe, habe ich auch viele weitere Menschen mit meinen Arbeiten erfreuen können. Diese Freude brachte die Senioren mit und verteilte sie unter den Hospizgästen. „Und ich werde bestimmt weitere meiner Märchen hier präsentieren“, versprach Ursula Meyer.

14.01.2014

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