Aufnahme der ambulanten Hospizgruppe Müritz

 


DRK bietet Müritzer Hospizgruppe neue Möglichkeiten

Das Wort Hospiz, Trauer- und Sterbebegleitung, und dessen Bedeutung kennen nur die wenigstens Menschen. „Mit Hospiz beschäftigen sich die Menschen erst, wenn sie es benötigen“, brachte es Uwe Jahn auf den Punkt. Der Geschäftsführer des DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. begrüßte am Mittwoch 30 Frauen und Männer in den Tagungsräumen des Seehotel Ecktannen, die sich ehrenamtlich mit diesem Thema befassen. Grund hierfür war die Auflösung und Neugründung der Warener Hospizgruppe. Seit mehreren Jahren begleitete die Hospizgruppe aus Waren Sterbende, um ihnen einen würdigen Abschied während der letzten Lebensphase zu ermöglichen. „Wir haben pro Jahr zehn bis 15 Frauen und Männer begleitet“, berichtete Dr. Hans-Joachim Gruhn, der die Ehrenamtlichen jahrelang führte. Diese Arbeit kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. „Um Hilfe bittend, wandten wir uns an die Stadt“, erklärte Dr. Gruhn. Günter Rhein (SPD), Bürgermeister und DRK-Vorstandsvorsitzender, erkannte die Notwendigkeit dieser Gemeinschaft. Nach einer Umfrage zufolge, wollen 90 Prozent der Menschen in der eigenen Häuslichkeit sterben. Die Realität sieht aber anders aus - jeder zweite stirbt in einem Krankenhaus. Da in Neustrelitz bereits seit mehreren Jahren eine DRK-Hospizgruppe existiert, können auch die Warener seit dieser Woche unter der Fahne des DRK ihre Arbeit fortführen. „Wir haben für diesen Bereich eine Hauptamtliche Koordinatorin eingestellt, da wir diese Arbeit für sehr wichtig halten“, erklärte Uwe Jahn. Andrea Morgenstern wird in Zukunft die Geschicke beider Ortsgruppen leiten.

22.01.2009

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